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Kinder bilden folgerichtig beim Erstspracherwerb Hund - Hünde. Es bedarf einer gewissen Überredungskunst, um Sprachrichtigkeit durchzusetzen. Technische Begriffe hingegen haben oft zur Abgrenzung eigene Pluralformen, die also ohne Umlaut gebildet werden, Bank - Banken, Bund - Bunde, Mutter - Muttern. Daran erkennt man, wie beliebig Umlaute funktionieren.
Obgleich es der Begriff Umlaut nahezulegen scheint: Es gibt auch Wörter, deren lautliche Herkunft im Dunkel bleibt: Säbel, Mönch (wohl
"monasterium"), Glück, Tücke, Müller, Mühle, wühlen seien genannt.
Adjektive (Wiewörter) können umgelautet werden, wenn sie gesteigert werden:
hart - härter - am härtesten,
groß - größer - am größten
Aber es gibt kein verlässliches Muster:
zart - zarter - am zartesten
lose - loser - am losesten
hohl - hohler - am hohlsten
rund - runder -am rundesten
hoch - höher - am höchsten
gut -besser - am besten
Auch hier ist die Logik kindlichen Sprachlernens
anzuführen. Sie bilden folgerichtig: hoch - höcher, gut - güter - am
gütesten.
Die Adjektive beeinflussen wiederum Ableitungen.
hart: die Härte, verhärten, Verhärtung
zart: Zartheit, zärtlich, verzärteln
groß: Größe, vergrößern
lose: Lösung, lösen
hohl: Höhle, aushöhlen, Höhlung, Hohlheit
rund: Rundung - Runde - umrunden - rundlich (Hier gibt es keine Umlautungen.)
hoch: Höhe, erhöhen
gut: Güte, vergüten
Verben (Tuwörter) werden in ihren unregelmäßigen Erscheinungen umgelautet.
Das kann im Präsens (Gegenwart) der Fall sein
laufen -> läuft
oder im Konjunktiv II
lief -> liefe
lesen - las -> läse
Der Konjunktiv II ist die Form, die abhängig von der unregelmäßigen Präteritum- (Imperfekt/Vergangenheit) Form umgelautet wird.
Entscheidend ist also der Vokal des Präteritums. Also heißt es
folgerichtig auch brauchte im Konjunktiv II.
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