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© 2004 -
2006 dcic |
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1.000 |
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erstellt am |
06.11.2006 um 07:30 Uhr |
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letzte Bearbeitung am |
06.11.2006 um 23:00 Uhr |
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1. Das Internet produziert Kunstwörter und Kunstbegriffe
Das Kunstwort »Web 2.0« gilt als Formel zur Geldvermehrung. Der Kunstbegriff »Internet Explorer 7 (deutsch)« wird von nun an Karriere machen. »Web 2.0« bezeichnet Dienste, die auf einer starken Einbindung der Nutzer als Mitmacher basieren und technische Möglichkeiten zur Interaktion bieten. »Internet Explorer 7 (deutsch)« wird von Microsoft als »finale Version« des Browsers gefeiert. Für Windows XP (mit SP 2) oder Windows Server 2003 (mit SP1 oder als 64-Bit Edition) kann dieser Explorer von der Microsoft-Website heruntergeladen werden.
Quelle: Microsoft Deutschland
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2. Das Internet ist 100-facher Millionär geworden
Anfang November 2006 gab es insgesamt 101.435.253 Websites im World Wide Web. Diese Zahl gaben die Internet-Statistiker von Netcraft bekannt. Netcrafts erste Erhebung im August 1995 erbrachte noch die Zahl von 18.957 Websites. Demgegenüber sind nur im Jahr 2006 27,4 Millionen Websites dazugekommen. Die 200 Millionen-Grenze ist schon ins Auge gefasst.
Quelle: NETCRAFT
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3. Bastian Sick und der Verein deutsche Sprache
»Der Zwiebelfisch stinkt vom Kopf her« überschreibt das FAZ.NET einen Beitrag zu Bastian Sick. Er sei über die Deutschen gekommen wie ein Wahlkampf oder eine Werbekampagne. Wer sich dauernd in anderer Leute Fehler, Floskeln, falsche Fremdwörter verbeiße, setze sich dem Verdacht aus, ein Pedant und Besserwisser zu sein. Im gleichen Absatz findet der »Verein deutsche Sprache« Erwähnung. Dieser sei »ein Zusammenschluß von Reinheitsfanatikern«. Kommentar institut1: Als Vergleich mit Bastian Sick den »Verein deutsche Sprache« zu bemühen, trifft nicht den Kern, denn von dem, was an Besserwisserei und Pedanterie auf den Verein zutreffen mag, sind Sicks Publikationen weit entfernt. Das zeigt sich schon an der breiten Zustimmung, die seine Bücher finden. Seit Eike Christian Hirsch seine Bemerkungen zur deutschen Sprache selbstironisch »Deutsch für Besserwisser« nannte, mag Besserwisserei in diesem Bereich sogar salonfähig geworden sein. Es ist aber Sicks deutliches Verdienst, dass Deutsch aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und für jedermann zum Thema geworden ist. Als Beitrag zur Unterhaltung, als Anlass zur Nachdenklichkeit, als Impuls zur Selbstüberprüfung ist Sprache und Schrift nicht länger in Amts- und Studierstuben beheimatet, sondern zurückgekehrt ins Leben. Zeichnet sich nicht bereits mehr Bürgerfreundlichkeit ab, wenn Ämter sich öffnen und in ihren Anweisungen und Korrespondenzen zunehmend auf Verständigung und Verständlichkeit setzen statt auf Vorschriften? Sprachsensibilität ist ein Zeichen von Kritikfähigkeit, von Verständigkeit und Mündigkeit. Sprachkritik kann sogar Vergnügen machen, seit sie verstaubter Pedanterie entkleidet im Gewand von Leichtigkeit und Charme auftreten darf.
Quelle: FAZ.NET
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4. Die Sprache der Statistik
Das Statistische Jahrbuch 2006 für die Bundesrepublik Deutschland steht zum kostenfreien Download im PDF-Format, in Teilen oder als komplette Datei, im Internet bereit. Es ist ein statistischer Bericht des Statistischen Bundesamtes zur Lage der Nation, der einen vollständigen Überblick über die Verhältnisse in Deutschland bietet. Die Entwicklung der Bevölkerung wird ebenso detailliert dargestellt wie die Lage der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes, die Löhne, die Preise oder die Staatsfinanzen. Angaben zum Bildungs- und Gesundheitswesen, zu kulturellen Einrichtungen und Freizeit sowie Trends bei den Sozialleistungen und im Umweltbereich vervollständigen das Bild. Kommentar institut1: Große Zahlen lassen sich in den Darstellungen des Statistischen Bundesamtes gut erfassen. In der politischen Diskussion werden sie oft zur Verwirrung eingesetzt. Unter einem »Bruttoinlandsprodukt von 2 Billionen 245 Milliarden 500 Millionen Euro im Jahr 2005« kann sich kaum jemand etwas vorstellen. Sehr wohl eine Vorstellung machen kann man sich hingegen, wenn gesagt wird: »Im letzten Jahr sind in der Bundesrepublik Deutschland pro Kopf der Einwohner, es sind 82 Millionen, 27238 Euro erwirtschaftet worden.«
Quelle: Statistisches Bundesamt Deutschland
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5. Die Mehrheit der Deutschen zweifelt an der Demokratie
Erstmals ist die Mehrheit der Deutschen einer ARD-Umfrage zufolge nicht mehr zufrieden mit der Demokratie. Der Glaube an die Gerechtigkeit des Systems schwindet – und das Vertrauen in die Regierung. Zufrieden mit den demokratischen Abläufen äußerten sich nur noch 49 Prozent der Befragten. Das sind elf Prozent weniger als im September 2005. Dies ist der niedrigste je im Deutschlandtrend gemessene Wert. 51 Prozent der Befragten sind weniger bis gar nicht zufrieden mit dieser Regierungsform.
Quelle: SPIEGEL ONLINE
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6. Gepampert, was ist das denn?
Im manager-magazin.de lesen wir: »Egofixiert und risikoscheu - wie sich die Wohlstandskinder der 60er vor der Verantwortung drücken und stattdessen lieber Selbstverwirklichung betreiben. Derart gepampert, kann es sich mancher um die 40 leisten, sich jobmäßig nicht zu überanstrengen.« Die erforderliche Assoziation will sich nicht gleich bei allen einstellen: Es gibt eine Windelmarke mit dem Namen »Pampers«, »gepampert« bedeutet also,
dass jemand mit Windeln versehen, somit auch behütet und geschützt ist. Ein wenig Unselbständigkeit schwingt mit.
Quelle: manager-magazin.de
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erstellt am |
30.10.2006 um 07:45 Uhr |
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letzte Bearbeitung am |
31.10.2006 um 01:15 Uhr |
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1. Wie heißt diese Zahl? 1 000 000 000 000 000 000
Es ist eine Trillion. Immer wieder stellen aufmerksame Zuhörer fest, dass selbst Tagesschau-Sprecher von »1000 Milliarden Euro« statt von »einer Billion Euro« reden. Wie nun genau Zahlen auszusprechen sind, ist einer Tabelle von Rolf Fraedrich zu entnehmen. Dort findet sich auch die Herkunft des Namens der berühmten Suchmaschine »Google«.
Quelle: Rolf Fraedrich, Keine Angst vor großen Zahlen!
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2. Wunschtraum Gerechtigkeit – Wird Bildung ein Privileg?
Wolfgang Lieb erklärt auf den NachDenkSeiten: »Talk-Shows im Fernsehen sind unbefriedigend, für die Zuschauer, aber manchmal noch mehr für die Teilnehmer. Man hat kaum je Gelegenheit einen Gedanken darzulegen oder zu begründen. Am 24. Oktober 2006 war ich Gast in einer solchen Runde und habe mir danach die Sendung selbst nochmals angesehen. Das hat mich veranlasst, die einzelnen Aspekte, die ich dort ansprechen konnte, wenigstens kurz zu begründen und zu belegen.« Auf den NachDenkSeiten findet sich dann, was im Fernsehen zum Thema nicht zu hören war.
Quelle: NachDenkSeiten
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3. Rechtschreibreform: Die unendliche Debatte geht im Internet weiter
Mit dem Erscheinen der 24. Auflage des »Duden - die Deutsche Rechtschreibung« am 24. Juli 2006 hätte der zum Teil heftig geführte Streit um die deutsche Rechtschreibung zu einem vorläufigen Ende kommen sollen. Doch der Streit geht unvermindert weiter. Besonders heftig diskutieren Gegner und Befürworter der Reform im SPIEGEL ONLINE Forum »Kultur«. Auch vor persönlichen Anschuldigungen und Beschimpfungen wird nicht Halt gemacht.
Quelle: SPIEGEL ONLINE Forum
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4. »Prekariat« statt »Unterschicht« – ein Begriff macht Karriere
»Gesellschaft im Reformprozess« heißt eine Erhebung der TNS Infratest Sozialforschung Berlin im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung, die im Februar/März 2006 rund 3000 wahlberechtigte Deutsche über 18 Jahre zu den gesellschaftlichen Reformen in Deutschland befragte. Aus dieser Erhebung wird eine Studie erarbeitet, die zum Jahresende veröffentlicht werden wird. Die
Befragung zielte darauf, herauszufinden, welche Wertepräferenzen in der Bevölkerung vorliegen und welche Zuordnungen zu »politischen Typen« diese Präferenzen erlauben. Die Untersuchung kommt zu neun »Politischen Typen« nach ihren politischen Wertevorstellungen und Einstellungen. Eine dieser neun ist das »Abgehängte Prekariat«. Die Studie definiert: »Das Abgehängte Prekariat (8%) ist geprägt von sozialem Ausschluss und Abstiegserfahrungen Diese Gruppe hat einen hohen Anteil berufsaktiver Altersgruppen, weist den höchsten Anteil an Arbeitslosen auf und ist zugleich ein stark ostdeutsch und männlich dominierter Typ. Mit der Großen Koalition sind sie in hohem Maße unzufrieden. Nichtwähler sind ebenso überproportional vertreten wie Wähler der Linkspartei und rechtsextremer Parteien.«
Quelle: Friedrich- Ebert- Stiftung (FES)
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5. Die Zukunft der Arbeit – kann eine Enzyklika helfen?
Papst Benedikt hat die Enzyklika »Laborem exercens« in Erinnerung gerufen. Er meint, dass sie »prophetischen Wert« besitze. Benedikt: »In der Enzyklika hat der große Papst Johannes Paul II. die Arbeit als eine ›fundamentale Dimension menschlicher Existenz auf Erden‹ bezeichnet und daran erinnert, dass ›die erste Grundlage für den Wert der Arbeit der Mensch selbst ist‹. Sie ist darum ›ein Gut für den Menschen‹, merkte er an, weil er durch die Arbeit nicht nur die Natur umwandelt und seinen Bedürfnissen anpasst, sondern auch sich selbst als Mensch verwirklicht, ja gewissermaßen ›mehr Mensch wird‹. Auf der Basis dieser Grundintuition gab der Papst in der Enzyklika einige Orientierungen, die bis heute aktuell sind.«
Quelle: Libreria Editrice Vaticana
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6. Die Memoiren Schröders – ein Sachbuch?
Mainhardt Graf von Nayhauß meint in der NETZEITUNG: »Wer schreibt, der bleibt! Alte Erfahrung. Und so genießt der Bestseller-Autor Gerhard Schröder sein neues Schriftstellerdasein.« Mit in ganz Deutschland bereits vor der Buchpräsentation 120.000 ausgelieferten Exemplaren könnten die Schröder-Memoiren ein Hit werden. Doch Helmut Schmidt habe schon gesagt: »Memoiren sind eine Verleitung, die eigene Nase schöner zu machen.«
Quelle: NETZEITUNG.DE
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